Lebenslauf der Hl. Klara von Assisi
1193 Geburt Klaras in Assisi als Tochter einer hochadeligen Familie
1211 Flucht aus dem Elternhaus, Einkleidung in Portiunkula durch Franziskus;
Bildung einer kleinen Gemeinschaft von Schwestern in San Damiano
1212 Franziskus fasst die Lebensform der Schwestern in eine erste „forma vivendi“
1215/16 Papst Innozenz III. gewährt den Schwestern das „Privileg der Armut“
1224 Beginn von Klaras schwerer Erkrankung, die sich bis zu ihrem Tode hinzieht
1240 Überfall der Sarazenen auf San Damiano
1241 Befreiung der Stadt Assisi durch das Gebet Klaras
1247 Klara beginnt mit der Ausarbeitung einer eigenen Ordensregel
1253 Klara stirbt am 11. August, 2 Tage nach der Bestätigung ihrer Regel durch den Papst
1255 Heiligsprechung Klaras
1260 Übertragung der Gebeine Klaras in die neu erbaute Kirche Santa Chiara
Spiritualität Klaras
Die Mitte der Lebensweise Klaras war ihre Sehnsucht nach tiefer Gemeinschaft mit Jesus Christus.
Ebenso wie Franziskus wählte sie ein Leben, das ganz nach dem Evangelium ausgerichtet ist und darin Freiheit und Freude schenkt. Besonders kostbar war ihr die Liebe zur Armut, die Geschwisterlichkeit mit allen Menschen und der ganzen Schöpfung, das Gebet und die Offenheit für die nahegelegene Stadt Assisi sowie für alle Menschen, die sich in den verschiedensten Nöten an sie wandten.
Klara war eine Frau des Gebetes, viele Berichte erzählen von der Kraft ihrer Fürbitte. Bekannt ist vor allem die Erzählung von der Bedrohung der Stadt Assisi durch die feindlichen Sarazenen: Klara trat den wilden Sarazenen mit dem Allerheiligsten, das sie in einem Kästchen bei sich trug, entgegen. Tatsächlich zogen die Sarazenen wieder ab.
Klaras ganzes Leben war ein Dasein in Anbetung und Lobpreis. Ihre tiefe Christusbeziehung wird vor allem auch in den Briefen deutlich, die von ihr erhalten sind, den 4 Briefen an die hl. Agnes von Prag.